Werbung der Zukunft

Quelle: Stader Tageblatt, vom 10.01.2015

VON DAVID SCHUNK

Business Club Niederelbe mit Themenabend „Marketing für den Mittelstand“

NEUKLOSTER. Mit bis zu 5000 Werbebotschaften wird der durchschnittliche Bürger jeden Tag konfrontiert. Daran könnte sich in Zukunft einiges ändern, denn das Marketing ist stets im Wandel – maßgeschneidert und persönlicher soll es in Zukunft werden. Der Business Club Niederelbe wagte am Themenabend „Marketing für den Mittelstand“ einen Blick voraus. Im Fokus stehen soziale Netzwerke und personalisierte Botschaften.

In seinem Impulsvortrag gab NDR-und Internet-Journalist Teja Adams einen Überblick über das, was die Kunden erwarten wird: „Marketing wird persönlicher“, lautete eine seiner Thesen. Zielgerichtet sollen die Kunden adressiert werden; unter anderem durch Plattformen wie Facebook. Viele Internet-Nutzer schätzen gerade diesen Aspekt der Werbung: Private Empfehlungen von
Freunden und Bekannten über soziale Netzwerke wirken glaubhafter und könnten eine immer wichtigere Rolle in der Branche spielen. „Marketing wird agiler und verfolgt uns“, so eine weitere These. Individuell angepasste Werbeanzeigen oder Apps, die den Nutzer mit Gutscheinen versorgen, sobald er ein Geschäft betritt, sind zurzeit zwar noch rar gesät, werden aber immer gesellschaftsfähiger.

Auf die Wünsche der Kunden abgestimmt sind auch ihre Filme: Video-Journalistin Nicol Stöcken von TAGEBLATT TV produziert Imagefilme. „Für jede Zielgruppe entwickeln wir ein ganz eigenes
Konzept.“ Ihre Filme nutzen Unternehmen aus der Region für Messen, ihre Internet- und Facebook-Seiten. Denkbar auch hier: Das Video als attraktives Format für das Werben um Auszubildende.

Eines wurde am Abend deutlich: Auf die richtige Mischung der Medien kommt es in der Werbung vermehrt an. „Mit der Zeitung können praktisch alle Bevölkerungsgruppen auf einen Schlag erreicht werden – nahezu jeden Tag“, so Thilo Holzgrebe, Holzgrebe Media & Marketing. Dass dies in Zukunft weiterhin zu erwarten ist, belegen jüngste Marktforschungsergebnisse: Mehr als zwei Drittel der deutschsprachigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen von 14 bis 29 Jahren setzten auf die Online-Inhalte der Zeitung als erste Adresse zur Informationsgewinnung.

In einer elektronisch geprägten Zukunft bleibt nach Meinung des Experten das Konzept der Zeitung die Basis für hohe Reichweiten von Werbebotschaften in der unmittelbaren Umgebung. Das
zukünftig genutzte Medium, ob Papier oder flexible Displays – also Bildschirme, die wie Folien biegsam sind – sei dabei zweitrangig.